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Schweizer Bio-Brauerei setzt auf schnellen Dampf

Die Wädi-Brau-Huus AG, eine kleine traditionelle Schweizer Bierbrauerei im Kanton Zürich, produziert mit großer Sorgfalt Biere unter ausschließlicher Verwendung von Rohstoffen aus garantiert biologischem Anbau. Dabei verzichtet das Unternehmen auf mittlerweile übliche Keller-Behandlungsmethoden wie die Beschleunigung von Gär-Prozessen, Pasteurisation oder Kurzzeiterhitzung und kommt auf einen jährlichen Ausstoß von rund 2.200 Hektolitern.


Hopfen und Malz bezieht die Brauerei entweder von Schweizer Bio-Produzenten oder aus Deutschland. Gebraut wird u. a. nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516, so dass das Bier lediglich mit 4 Zutaten (Wasser, Malz, Hopfen und Hefe) hergestellt wird – mit Ausnahme der Spezialitäten wie etwa das Hanf-Bier.

 

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(Abbildung: Jubiläumsausstellung 25 Jahre Wädenswiler Bier)

 

Zum Produktspektrum der Bio-Biere zählen in der Wädenswiler „Bier-Parade“ die Marken Hell, Hanf, Dunkel, Ur-Weizen, Ur-Pils, Pale Ale und Premium Blond. Die Wädi-Brau-Huus AG bezog über Jahre hinweg von einem Nachbarbetrieb, einer ehemaligen Seidenweberei, als Zweitabnehmer den Dampf von einem Großraumwasserkessel. Zu dieser Zeit einigte man sich großzügig auf einen Abnahmeobulus für den Dampf nach Maßgabe der Anzahl von gebrauten Suden pro Jahr. Mit der Liquidation der Seidenweberei in der Nachbarschaft und dem Wegfall der Dampfbezugsmöglichkeit sah sich die Bio-Brauerei in der Pflicht und gleichzeitig vor der Herausforderung, sich künftig um die eigene Dampferzeugung zu kümmern.

 

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(Abbildung: Wädenswiler Jubiläums-Bier)

 

Da sich die Brauerei mitten im Stadtzentrum von Wädenswil befindet und die Platzbedingungen innerhalb und außerhalb der Produktion sehr beengt sind, galt es, einen geeigneten Dampferzeuger zu finden, der allen Anforderungen gerecht wird.


Zunächst war ein Elektrodampferzeuger im Gespräch, der allerdings aufgrund der hohen Energiekosten zur Dampferzeugung und der avisierten Produktionsmenge nicht weiter in die nähere Auswahl gezogen wurde.

 

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Abb.: Diplom-Braumeister Sebastian Fleck ist glücklich darüber, dass der eingebaute neue Steam Master in dem dafür vorgesehenen engen Raum Platz gefunden hat.

 

Die Entscheidung fiel Mitte 2016 zugunsten des Steam Masters von Clayton Deutschland GmbH, der für die Brauerei künftig 200-235 kg/Std. Dampf erzeugen wird. Die Anlage wurde mit Economiser und Wasseraufbereitungspaket (Speisewasserbehälter, interner Verrohrung/ Verkabelung, Chemikaliendosierung, Abschlammkühlrohr, Doppelfilterenthärtungsanlage, Probe-entnahmekühler und automatisches Start-/Stop-Paket) geliefert und von einem Schweizer Partnerunternehmen von Clayton vor Ort installiert. Eine weitere wichtige und mitentscheidende Herausforderung beim Brauereibetrieb bestand darin, den Schnelldampferzeuger in einem lediglich 27 Kubikmeter großen Raum unterzubringen. Dieser musste nach Maßgabe der Schweizer Bauvorschriften und unter Berücksichtigung der spezifischen Energiemenge zusätzlich brandschutzverkleidet sowie mit Zuluftkanal und Zwangsentlüftung ausgestattet werden.
Da das Brauhaus in einem denkmalgeschützten Gebäude untergebracht ist, konnte auch nicht ohne weiteres eine Mauer durchbrochen werden, um den Steam Master zu installieren. So kam es bereits beim Einbau auf jeden Millimeter und die außergewöhnlich kompakte Baugröße der neuen Anlage an.


Am 17. März, pünktlich zum 25-jährigen Firmenjubiläum, konnte die Wädi-Brau-Huus AG mit dem neuen Dampferzeuger nach zweiwöchiger Sudpause wieder erfolgreich ihr erstes Bier brauen. Diplom-Braumeister Sebastian Fleck attestiert dem neuen Steam Master eine uneingeschränkte Bedienerfreundlichkeit: „Der Betrieb der Anlage ist mehr oder weniger selbsterklärend. Nach kurzer Einführung geht die Bedienung unverzüglich in Fleisch und Blut über. Vor allem die Modulationsmöglichkeiten des Brenners zwischen 25 und 100 % sind äußerst komfortabel.“

 

www.clayton-deutschland.de
www.waedenswiler.ch