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Grundlagen Dampf 

 

Die Dampfmenge (die ein Kessel produziert, normalerweise in kg/h ausgedrückt) ist ein häufig missverstandener Begriff; solch ein Missverständnis kann zum Kauf eines Dampferzeugers in der falschen Größe führen. Deswegen ist es wichtig, die Dampfmenge bei der Auswahl der Kesselgröße zu bestimmen. Die drei üblichen Begriffe bezüglich der Dampfmenge sind folgende:

 

· Dampfmenge bei ≥ 100° C 
· Bruttodampfmenge
· Nettodampfmenge

 

≥ 100° C ist die Dampfmenge für einen Dampferzeuger am Dampfaustritt bei 100° C und 0 bar, mit einer Speisewassertemperatur von  bei 100° C (212 ºF) und 0 bar. Dies ist der geläufigste Begriff, der in der Kesselindustrie benutzt wird; er taucht in der Verkaufsliteratur auf, wenn über die Dampfmenge gesprochen wird. Eine Kesselpferdestärke (BHP) entspricht per Definition 17,25 kg Dampf pro Stunde bei ≥ 100° C (212 ºF).

 

Die Bruttodampfmenge unterscheidet sich typischerweise von der ≥ 100 °C Dampfmenge, weil sowohl der Speisewassereinlass als auch die Dampfbedingungen von 100 °C und 0 bar abweichen. Eine typische Anwendung kann zum Beispiel Speisewasser bei 88 ºC und produzierter, gesättigter Dampf bei 6.9 bar 170 ºC sein. Da die Einlasstemperatur niedriger als 100 °C und die Auslasstemperatur höher als 100 °C ist, ist die Wärmemenge, die benötigt wird, um unter diesen Bedingungen ein Kilogramm Dampf zu produzieren, größer als die Menge, die benötigt wird, um ein Kilogramm Dampf mit Einlass- und Auslasstemperaturen von 100 °C zu produzieren. Die Bruttodampfmenge ist deswegen häufig niedriger als die bei ≥ 100 °C. Sie kann jedoch aktuell auch größer sein, falls es sich bei dem Speisewasserbehälter um einen Druckentgaser handelt, der das Speisewasser auf eine Temperatur von über 100 °C erhitzt.

 

Die Nettodampfmenge ist jene Dampfmenge, bei der ein Kessel für Ihre Anlage oder Prozess Dampf produziert – darum ist sie die wichtigste zu berücksichtigende Menge. Die Nettodampfmenge unterscheidet sich von der Bruttodampfmenge dadurch, dass sie die Menge des Dampfes berücksichtigt, welche benötigt wird, um das Speisewasser im Speisewassebehälter (Entgaser) zu erhitzen: die Nettodampfmenge entspricht der Bruttodampfmenge abzüglich der Dampfmenge für den Speisewasserbehälter. Mit Ausnahme einiger unüblicher Anwendungen ist die Nettodampfmenge geringer als die Bruttodampfmenge oder die ≥ 100 °C Dampfmenge.

Nehmen Sie zum Beispiel einen 100 BHP (981 kW) Kessel, der mit 100% Zusatzwasser bei 15,6 °C arbeitet und Dampf bei 8,6 bar produziert. In diesem Fall liegt die ≥ 100 °C Dampfmenge bei 1.565 kg/h, die Nettodampfrate beträgt aber nur 1.304 kg/h – 17% weniger als die ≥ 100 °C Dampfmenge.

 

Der Effekt der Speisewassererhitzung ist bei allen Anwendungen relevant; folglich muss er jederzeit bedacht werden. Es gibt einen weiteren Faktor, der eine Auswirkung hat und bei einigen Anwendungen von Bedeutung sein kann. Dieser Faktor ist die Menge der Absalzung, die für den Kessel erforderlich ist, um effektiv zu arbeiten. In diesem Fall bezieht sich die Absalzung auf die Wassermenge, die vom Kesselsystem ausgeleitet werden muss, um den Stand der vollständig gelösten Salze (TDS) im Speisewasser zu kontrollieren. Das abgesalzene und abgeschlämmte Wasser dient der Aufrechterhaltung des eingestellten Leitfähigkeitswertes gemäß Speisewasservorschrift.

 

 

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